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 Trauerarbeit

Wenn die Seele schreit

Bei einem Verlust oder wenn jemand stirbt, ist das Gefühls-Chaos überwältigend. Ein guter Freund beschrieb es einmal so: "Es ist als schlägt eine Tür zu, während die letzen Schritte für immer verhallen".

Eine Trennung, so schmerzhaft sie auch sein mag, hat nicht diese Endgültigkeit wie der Abschied durch den Tod. In der heutigen "Spaßgesellschaft" ist kein Platz für Tod und Trauer. Freunde und Familie möchten möglichst schnell zur Tagesordnung übergehen. In der Öffentlichkeit löst Weinen oft betretenes Wegsehen aus. Dieses Verhalten ist nicht nur mit Oberflächlichkeit zu erklären. Es ist vielmehr Hilflosigkeit, gepaart mit dem Wunsch, die eigene Vergänglichkeit zu verdrängen.
Niemand kann uns den geliebten Menschen ersetzen, erst ganz allmählich können wir diesen Verlust akzeptieren.

Bis es soweit ist, durchläuft der Trauernde vier unterschiedliche Phasen*.

Jeder Mensch erlebt und verarbeitet Trauer anders. Die Art zu trauern ist etwas sehr Individuelles, es gibt es kein richtig oder falsch.


1. Phase - Verdrängen, das Nicht-Wahrhaben-wollen.
Der Trauernde fühlt sich leer und empfindungslos, ist wie betäubt, Chaos und Erstarrung machen sich breit.

2. Phase - aufbrechende Emotionen.
Der Trauernde erlebt ein Wechselbad der Gefühle. Er fühlt sich allein gelassen mit seiner wütenden Ohnmacht. Hinzu kommen Traurigkeit, Angst und Schuldgefühle.

3. Phase - die Suche, nicht loslassen können.
Begleitet wird diese Phase von Gefühlen, wie Apathie, Leere, Einsamkeit und Verzweiflung.

4. Phase - neue Selbst- und Weltsicht.
Die Lebensfreude kehrt zurück und der Trauernde kommt zur Ruhe.

(*Quelle: Trauerbuch Verena Kast)


Wir hören Ihnen zu und begleiten Sie liebevoll durch diese schwere Zeit