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Alte Wahrsagekarten

Die Karten der Wahrheit

Vorläufer der Wahrsagekarten waren die so genannten Lostafeln oder Losbücher. Wahrsagen durch Auslosung, mittels Würfeln oder Drehscheibe. Die so ermittelte Zahl wurde im Losbuch nachgeschlagen. Mit dem entsprechenden Orakelspruch wurden alle möglichen Ereignisse vorausgesagt. Losbücher gehörten zu den verbotenen Künsten. Trotz dieses Verbotes gab es Mönche, die Losbücher zum Ausgang einer Krankheit befragten.

Die ersten Wahrsagekarten waren vermutlich aus Leder, sie wurden bereits vor der Erfindung des Buchdrucks benutzt. Ca. 1455 druckte Gutenberg in Mainz die erste Bibel. Erste nachweisbare Belege für die Kartenlegekunst stammen aus der Zeit zwischen 1480 und 1505. Dieses Kartenlegen hatte allerdings sehr wenig mit den heutigen Deutungsarten und sehr komplexen Legesystemen gemeinsam. Vor allem die Abbildungen unterschieden sich stark von Kartendecks, die wir heute verwenden.

Ab dem 18. Jahrhundert etablierte sich Frankreich zur Hochburg der Kartenleger. Einen besonderen Namen machte sich Jean Françoise Alliette genannt "Etteilla". Etteilla war Tarot forscher. Sein Tarot tauchte um 1870 auf, er hatte es ausschließlich zum Wahrsagen konzipiert. Durch ihn erlangte das Kartenlegen große Berühmtheit. Wahrsagekarten kennt man auch unter den Begriffen Aufschlage- oder Divinationskarten.

Tarotkarten kennt man seit dem 15. Jahrhundert. Das Kartendeck besteht aus 78 Wahrsagekarten mit Unterteilung in große und kleine
Arkana (lat. Arcanum = Geheimnis).

Skatkarten haben eine lange Tradition beim Kartenlegen. Besonders die Zigeuner bevorzugen die Skatkarten zum Wahrsagen. Das Kartenspiel wurde um 1820 im thüringischen Altenburg entwickelt. Skat ist eine Mischung aus Schafkopf und Doppelkopf. Ein Skatblatt hat 32 Karten, Herz- und Karokarten werden überwiegend positiv bewertet. Kreuz kündigt Negatives an und Pik steht für Veränderung.

Madame Lenormand starb 1841. Erst zwei Jahre später erschien das "Grand Jeu de Mlle Lenormand". Das heute noch gebräuchliche "Petit Lenormand“ mit 36 Karten im Biedermeierstiel war ab 1850 erhältlich. Die bekanntesten Lenormanddecks nennen sich “blaue und rote Eule“. Aufgeteilt in Personen und Sachkarten zeigen die Wahrsagekarten ein deutliches Bild von vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ereignissen.

Kipperkarten wurden 1873 vermutlich von Susanne Kipper entworfen. Ein Kipperkartenset besteht aus 36 Karten. Die ursprüngliche Gestaltung blieb bis heute erhalten. Besonders die Personenkarten zeigen Charaktereigenschaften und lassen Alltagseinflüsse erkennen. 1890 wurden die Karten erstmalig beim Münchner Schreibwarenhändler Mathias Seidlein angeboten.

Zigeunerkarten wurden Ende des 19. Jahrhunderts populär. Auch dieses Kartendeck umfasst 36 Wahrsagearten. Besonders interessant sind hier die Gefühlskarten. Deshalb eignen sie sich besonders zur Analyse von delikaten Liebesdingen.

Das Wahrsagen mit Karten reicht also schon einige Jahrhunderte zurück. Seit damals haben schon unzählige Kartenleger mit Wahrsagekarten in die Zukunft geschaut.

Immer mehr Menschen nutzen Wahrsagekarten, weil sie einen Blick in die Zukunft zu werfen möchten.

Bei firmamento können Sie das auch. Erfahrene Kartenleger/innen deuten für Sie die Karten.


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