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Inquisition

Genozid der weisen Frauen.

Das lateinische Wort "inquisitio" bedeutet gerichtliche Untersuchung. Die Inquisitin verfolgte Ketzer und Personen, deren Lebensweise nicht den kirchlichen Vorschriften entsprach.

Im heidnischen Glauben straften zornige Götter die Menschen durch Missernten, Tod und Seuchen. Die Kirche gestattete diese Denkweise nicht mehr. Vor allem der Kirche war daran gelegen, Volk und Adel unwissend zu halten. Wissen war ein kostbares Gut. Lesen und Schreiben waren überwiegend dem Klerus vorbehalten. Wer war jetzt verantwortlich? Der neue "Sündenbock Weib" war für Kirche und Herrscher nützlich und Gewinn bringend. Alles, was das Wissen der Menschen damaliger Zeit überstieg, war Hexerei. Die Hexen waren an allem schuld. Hagelschlag im Sommer, saure Milch, Feuer, Krankheit und Kindstod wurden den Hexen angelastet. Weise Frauen waren unerwünscht. Das fing mit Heilkräutern an und hörte mit Bildung und roten Haaren auf.
“Brennen soll sie, die Hexe! Auf den Scheiterhaufen mit der Ketzerin!“
Der Begriff "Hexe" wurde in der Juristerei erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts verwendet. Um den Inquisitionsprozess zu eröffnen, reichte ein Gerücht. Dem Denunziantentum war somit Tür und Tor geöffnet. Lästige Ehefrauen und Konkurrenten ließen sich auf diese Weise elegant aus dem Weg räumen. Nur ca. 10% der Angeklagten waren Männer. Einmal in die Fänge der Inquisition geraten und angeklagt, war die Hexe völlig ausgeliefert und hatte geringe Chancen zu überleben. Als besonders eifrige Inquisitoren waren die Dominikaner besonders gefürchtet, deshalb nannte man sie auch Domini Cannes ("Hunde des Herrn").
Die Erkennungsmerkmale einer Hexe waren so angelegt, dass sie auf möglichst viele Frauen zutrafen. Um Beweise zu finden, wurde die Hexe entkleidet und rasiert. Gefundene Narben und Muttermale waren vom Teufel empfangene Hexenstigmata. Diese wurden der Nadelprobe unterzogen. Eine Unempfindlichkeit gegen die Stiche war ein erster Beweis. Schrie die Frau vor Schmerz oder bluteten die Male, so war es eine List des Teufels. Wichtig für die Verurteilung und den Tod auf dem Scheiterhaufen, war das Geständnis. Erfolgte ein Geständnis nicht freiwillig, riet der Hexenhammer zur peinlichen Befragung. Durchgeführt mittels perfider Folterinstrumente, wie z. B. Daumenschrauben oder spanischen Stiefeln. Die gequälten Frauen sollten dem Teufel abschwören und weitere Hexen verraten. So konnte es missgünstigem Anschwärzen durchaus passieren, selbst in die Mühlen der Inquisition zu geraten. Auf diese Weise wurde so manches Dorf bis auf wenige Bewohner ausgerottet.  
Ein Tabuthema der heutigen Zeit ist der "Snuff-Film". Folterung bis zum Mord vor laufender Kamera. Was heute strafrechtlich verfolgt wird, ethisch und moralisch absolut verwerflich ist, war damals legitim, live und an der Tagesordnung. Inquisitoren, Folterknechte sowie Vertreter der Geistlichkeit waren bei der Folter anwesend. Ein abartiges, perverses Schauspiel, die gepeinigten Frauen waren ihnen vollkommen ausgeliefert. Absolute Macht über Leben und Tod mit einer erotisch, sadistischen Komponente. An dieser niederträchtigen Quälerei ergötzten sich viele "Diener des Herrn". Die Frau wurde quasi stellvertretend für die sündige Zügellosigkeit dieser Herren bestraft - war sie es doch, die Wurzel allen Übels! Verantwortlich für Lust und Verführung. Müßig zu sagen, dass die Frauen alles gestanden, was ihre Folterknechte zu hören wünschten.


Der Staat schürte den Hexenwahn als Instrument der Geldbeschaffung.

Haus und Hof, sowie alle Besitztümer wurden zwischen Staat und Kirche aufgeteilt. Besonders im Visier der Inquisitoren, Hebammen und Heilerinnen. Gebildete wohlhabende Frauen des Lesens und Schreibens mächtig, waren der Kirche ein Dorn im Auge. Frauen konnten gebären. Das Geheimnis des Lebens, eben diese Gebärfähigkeit der Frau, konnten Männer nicht kontrollieren. Heilkundige weise Frauen waren nicht nur Geburtshelferinnen, sondern kannten auch Kräuter zur Verhütung und Abtreibung. Ein Stachel im Fleisch der Obrigkeit! Die Untertanen hatten viel Vertrauen in heilkundige weise Frauen und Hebammen. Ganz im Gegensatz zu den Ärzten. Die männliche Eitelkeit war verletzt. Durch die Inquisition wurde es endlich möglich, die Machtverhältnisse zu klären. Die unliebsame Konkurrentin, die "Hexe" wurde mitsamt ihrem wertvollen Wissen über Heilkräuter, Krankheiten und Geburt beseitigt. Die Frau somit entmachtet und zur Helferin unwissender Ärzte degradiert.

Heute gibt es wieder Hexen in Deutschland. Sie werden nicht mehr verfolgt - Gott sei Dank! Ein kleiner Teil, dessen, was die weisen Frauen wussten, blieb erhalten.

Geheimnisvolle Rituale und Bräuche, längst vergessen geglaubt, werden wieder zelebriert. Moderne, naturverbundene Hexen feiern die Hexenfeste wieder in heidnischer Tradition.

Wie in alten Zeiten ist die WALPURGISNACHT am 30. April die HEXENNACHT.


 Die weißen Hexen von firmamento unterstützen Sie gerne. Vertrauen Sie dem Wissen um alte hilfreiche Rituale