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Die Seele

Mysterium Seele

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare“ Christian Morgenstern

Seele: "Mein Mensch tut Dinge, die mich belasten, aber er hört mir nicht zu."

Körper: "Also gut, ich werde krank, dann hat er Zeit für dich."

Die Seele ist nach religiöser und philosophischer Ansicht immateriell. Erst die Seele gibt einem Menschen seine individuelle Identität. Gemeint sind sowohl gefühlsmäßige als auch geistige Aktivitäten. Die Religionen lehren, die Seele ist unsterblich, nach dem Tod existiert sie weiter. Einige Naturvölker glauben dass die Seele die Gestalt eines Tieres annimmt wie z. B. der Seelenvogel. Weitere Begriffe im Zusammenhang mit Seele sind Folgende:

Seelenverwandte - erkennen sich auf den ersten Blick, häufig gibt es biografische Lebensparallelen. Schon die erste Begegnung ist mit dem Gefühl verbunden, sich schon ewig zu kennen.

Seelenpartner - oft eine schwierige Begegnung, verknüpft mit Lernaufgaben.

Die Lernaufgaben haben häufig mit Vertrauen oder Loslassen zu tun. Oft trennen sich die Wege schnell wieder. Erst wenn jeder für sich allein seine Lernaufgaben gemeistert hat, ist der Weg frei für eine ernsthafte Beziehung.

Seelenamt - eine Messe für die Verstorbenen. Sie soll den Aufenthalt im Fegefeuer verkürzen. Die Ablehnung von Fegefeuer und Ablasshandel trugen entscheidend zu den Reformationskriegen bei.

Der norditalienische Städtebund bekämpfte Kaiser Friedrich den II. Es ging um Macht und Glaubensfragen. Papst Gregor hasste den freidenkerischen Stauffer, der die Existenz der Seele bestritt. Gregor belegte ihn sogar zwei Mal mit dem Kirchenbann. Um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, unterhielt Friedrich ein dichtes Netz von Kundschaftern. Der Roman die Buchmalerin basiert auf diesen geschichtlichen Fakten. Beate Sauer zeichnet ein spannendes Zeitdokument in Zeiten der Inquisition - Seelenqualen, Intrigen und Mord.

Informationen um den Preis der Seele:

Die Augen der Äbtissin funkelten: "Euer Herr so sagt man, behält sich gewisse Freiheiten im Glauben vor. Es geht das Gerücht, das er nicht an die Unsterblichkeit der menschlichen Seele glaubt. Wie steht es mit Euch? Glaubt ihr daran? Entweder ihr gebt mir eine Antwort, oder ihr geht."

Als Bedingung für ihre Hilfe forderte die Äbtissin, des Kundschafters Eid auf seine Seele. Er dachte über die Forderung nach, erinnerte er sich an einen Schädel, den er geöffnet hatte. An die fingernagelgroße Drüse (Zirbeldrüse). Aus Neugier hatte er sie aufgeschnitten. Weil die Ärzte der alten Griechen behaupteten, dort wo Rückenmark und Gehirn sich treffen, sei der Sitz der Seele. Im Innern der Drüse fand er eine farblose, gallertartige Masse. Durch diese Entdeckung bezweifelte er die Aussage der alten Griechen. Außerdem bestand die Kirche darauf, die unsterbliche Seele des Menschen müsse ein wunderbares Gebilde sein. Erst der zweite Gedanke war ausschlaggebend. Ein Falke, der von seiner Hand aus in den Himmel flog. Wie sein Gefieder silbern in der Sonne leuchtete. Die Erinnerung an seine Freude und das Gefühl selbst zu fliegen, ließen ihn den Schwur leisten. (**)  

(**Quelle: Beate Sauer/Die Buchmalerin/ISBN:3-89425-600-1)


Auf Ihrer Seele lastet Kummer? Wir hören Ihnen zu