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Pfingst und Pfingstbräuche

Pfingsten

Deutsche Unternehmerverbände forderten 2005 die Abschaffung des Pfingstmontags. Kirche, Gewerkschaften und fast alle Parteien außer der FDP lehnten diesen Vorschlag ab. Erstaunlicherweise haben die erzkatholischen Italiener den Pfingstmontag als Feiertag abgeschafft.

Laut neuem Testament sandte Gott am 50. Tag nach Ostern den Heiligen Geist auf die Jünger nieder. Das christliche Fest Pfingsten wurde erstmals schriftlich im Jahr 130 n. Chr. erwähnt. Pfingsten erleuchtete der Heilige Geist die Jünger Jesu. Dieser 1. Pfingsttag wird im christlichen Glauben als Gründungs- oder Geburtstag der Kirche betrachtet. Die Apostelgeschichte schreibt vom „Pfingstwunder", weil die Jünger plötzlich fremde Sprachen beherrschten und ihren Missionsauftrag erkannten. In der Malerei wurde der Heilige Geist häufig in der Form "feuriger Zungen" darstellt. Deshalb verfügte Papst Benedikt XIV. (1740 -1758), die einzig zulässige christliche Darstellung des Heiligen Geistes ist die Taube. Wie die Krippe zu Weihnachten, die Eier zu Ostern, so ist die Taube das Symbol für Pfingsten.

Pfingsten ist zwar ein rein christliches Fest, dennoch finden sich regional sehr alte Pfingstbräuche, die zum Teil noch aus heidnischer Zeit stammen. Wie z. B. der Pfingsten Kranz in Oelde. Der Kranz ist pyramidenförmig und bis zu drei Metern hoch. Als Schmuck wird der Pfingsten Kranz mit Birkengrün umwickelt und mit kleinen Fähnchen verziert. Außerdem werden noch Fackeln hineingehängt. Am Abend wird unter dem romantisch illuminierten Pfingstkranz ein fröhliches Fest gefeiert. Der Tanz unter dem Pfingsten Kranz stammt aus der Zeit des Wotankults. Wotan zu ehren wurde das Blumenfest gefeiert. Ebenso wie bei anderen kultischen Festen vermischten sich die uralten Gesänge zur Verehrung der Natur mit den christlichen Liedern der Religion.

Wer sich ungewohnt oder auffällig kleidet und vielleicht noch zu tief in die Schmuckschatulle greift, wird häufig hinter vorgehaltener Hand als Pfingstochse bezeichnet. Der Brauch des Pfingstochsen stammt ursprünglich aus Mecklenburg. Das beste und kräftigste Tier führt als Pfingstochse die Herde an. In einer Prozession wird der mit Blumen und Bändern geschmückte Ochse durchs Dorf geführt. Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Pfingstochse geschlachtet und landete als Pfingstessen auf dem Mittagstisch. Dieser Brauch stammt vermutlich aus der Zeit, als den Göttern noch Tieropfer dargebracht wurden.

Weit verbreitet sind zu Pfingsten vielerorts die Brunnenfeste. Dies hat seinen Ursprung in vorchristlichen Fruchtbarkeitskulten. Die Menschen glaubten damals an eine besondere Magie des Wassers. In der Pfingstzeit wurden dem Wasser in all seinen Formen besondere Kräfte zugesprochen. Wasser, egal ob aus Brunnen, Bächen oder Tautropfen, Wasser sorgte für Fruchtbarkeit und galt als Schutz vor Verhexung. Wasser spendet Leben, reinigt, und segnet. Deshalb ist Pfingsten nach wie vor ein beliebter Tauftermin.

Im Süden Deutschlands findet traditionell in der Nacht von Pfingstsonntag die "Unruhnacht" statt. Zu Zeiten der alten Götter wurden in dieser Nacht böse Geister vertrieben. Als Überbleibsel der "Unruhnacht" werden noch heute den Nachbarn Streiche gespielt. Wehe dem. der vergessen hat bewegliche Gegenstände aus Garten und Terrasse wegzuräumen. Alles, was in dieser Nacht draußen steht und nicht durch ein Dach geschützt ist, darf mitgenommen und versteckt werden. Dieser Schabernack wird auch als Pfingst-stehlen bezeichnet.

firmamentos Giornale wünscht Ihnen ein wunderschönes Pfingstfest.


Wie gewohnt sind die Kartenleger von firmamento auch zu Pfingsten
rund um die Uhr für Sie da