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Burnout

Burnout - das gibt es auch bei Kartenlegern

Der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger aus Amerika verwendete 1974 erstmals den Begriff Burnout-Syndrom. Im Rahmen einer Studie stellte er dieses Krankheitsbild bei Ärzten fest. Sie litten unter körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung durch andauernde und wiederholte Belastungen.

Unsere ehemalige Kollegin Amaryll hatte es auch erwischt. Amaryll hat sich bereit erklärt, mit firmamento darüber zu sprechen. Lassen wir Amaryll erzählen:

"Beim Kartenleger selbst spielt die Konzentration eine wesentliche Rolle. Jeder Kartenleger hat dafür seine eigene Methode. Ich bin ein sehr sensitiver, empfindsamer Mensch der sich mit seinen Klienten identifiziert. Ich wollte echte Hilfestellung anbieten. Ich hatte damals ausdrücklich in mein Profil geschrieben, dass ich der Wahrheit verpflichtet bin. Es traf mich umso härter, wenn ich merkte dass meine Hilfe gar nicht erwünscht war. Wenn ich nicht sagte, was man am anderen Ende der Leitung hören wollte, wurde im harmlosesten Fall einfach der Hörer aufgeknallt, als einige Kunden auch noch ausfallend wurden, hat mich das immer stärker belastet.

Andere Rat Suchende neigten dazu, ständig anzurufen und jede Kleinigkeit zu hinterfragen. Es machte mich sehr traurig, dass die Menschen Ihre eigene Entscheidungsfähigkeit auf mich übertragen wollten. So verstand ich meine Arbeit nicht und so sollte es auch nicht sein. Häufig kam die Frage, warum sich der Partner nicht mehr meldet. Hand aufs Herz! Es gibt Menschen, die sich in ins Verliebt sein hineinsteigern; Liebe kann man nicht erzwingen! Meldete sich ein Partner nicht mehr, dann gab es dafür immer Gründe. Die wollten die Klienten aber nicht hören. Es war nicht immer eine andere Frau oder ein anderer Mann. Ich konnte es häufig in meinen Karten sehen, der Grund lag ganz oft im eigenen Verhalten gegenüber dem Partner/in.

Ich fühlte mich immer öfter unter Druck gesetzt, weil ich spürte, meine Rolle sollte es sein Wunschdenken zu erfüllen. So unglaublich es klingt, ich habe tatsächlich Leute erlebt, die glaubten alleine das Kartenlegen in seiner Funktion könne eine Beziehung retten. Bei so einer Einstellung ist es vergebene Mühe zu erklären, wo es hakt und dass es harte Arbeit erfordert, eine Beziehung zu retten. Diese Uneinsichtigen wollten nichts hinterfragen sondern löcherten mit Frageverdrehungen um das zu hören, was Sie hören wollten. Selbst bei noch so positivem Denken gelang es mir, diese negativen Erlebnisse wegzuschieben. Ich kann jedem nur ans Herz legen überprüfen Sie Ihr Wunschdenken und denken Sie immer daran, dass Sie ohne eigenes Handeln im Leben nichts erreichen können. Der Traumprinz wird nicht an der Tür klingeln und sagen: "Hallo erst mal..

Für mich als Kartenlegerin war es sehr schwer, wenn versucht wurde mich zu einer Aussage zu drängen, mit Sätzen wie: "Das kann ich mir nicht vorstellen"? Oder, "gucken Sie noch einmal genau nach"? Oder auch, "Ihre Kolleginnen sagen da aber etwas ganz anders"? Aiuch - "ist es nicht vielleicht doch mein Exfreund, den Sie mir beschrieben haben, der ist jünger/älter"? Oder, "legen Sie doch bitte mal die Karten auf ihn"?

Ich konnte nicht glauben, dass es Menschen gibt die belogen werden wollten. Mein Anliegen war und ist nach wie vor, den Ratsuchenden eine manipulationsfreie Interpretation der Karten nahe zu bringen. Richtig demotivierend war es, wenn Klienten komplett dicht machten und ich als Kartenlegerin quasi mit mir alleine sprechen musste. Das war äußerst frustrierend, wenn keine Energien für einen ausbauenden Dialog vorhanden waren. Daran kann eine Kartenlegerin nur scheitern.

Ich hatte Leute am Telefon, die sprachen mit mir als wäre ich deren Hausangestellte und hätte vergessen Staub zu wischen. Das waren hauptsächlich Menschen, die von mir nicht hören wollten was die Karten zu sagen hatten. Nein, solche Kunden wolltendass die Karten das sagten, was sie hören wollten.
Natürlich war das Kartenbild aber häufig eben nicht wie gewünscht. Dann war die Enttäuschung groß und zeigte sich in der Veränderung des Tonfalls.

Ein gut gemeinter Rat an meine ehemaligen Kolleginnen. Eine Beraterin hat es nicht nötig, sich beleidigen zu lassen. Geschweige denn die immerhin "bezahlte Wunschaussage" trotzdem zu machen, nur damit die Situation nicht eskaliert. Ihr seid gute Kartenlegerinnen und keine Wunscherfüllerinnen. Ihr seid auch keine Automaten der Marke "Euro rein - Wunschaussage raus". Wer das als Gast erwartet, hat eine falsche Vorstellung vom Kartenlegen.

Ich möchte noch einmal betonen, eine verantwortungsbewusste Kartenlegerin wird niemals mit den Ängsten Rat suchender Menschen spielen oder gar Ängste und Befürchtungen verstärken. Ich halte nichts von unangebrachten Weissagungen zu Krankheiten und Tod. Die Karten sprechen oft Warnungen aber vor allen Dingen geben sie Ratschläge wie sich Negatives vermeiden oder mildern lässt. Bei firmamento wollte ich Ratsuchenden vermitteln, dass es jedem Selbst obliegt, seine Entscheidung zu treffen. Als professionelle Kartenlegerin war es meine Pflicht, in den Karten nach Hilfen und positiven Möglichkeiten zu suchen. Darin liegt nämlich die eigentliche Wahrsagekunst.

Zu guter Letzt sei gesagt, natürlich kann eine Kartenegerin irren, wir sind auch nur Menschen."

Soweit Amaryll

Redaktion: "Amaryll wir freuen uns für Dich, weil Du wieder gesund bist. Was hat sich bei Dir verändert? Wirst Du weiterhin Karten legen oder hast Du damit abgeschlossen?

Amaryll: "Nein, ganz und gar nicht. Seit kurzem bin ich wieder vollständig hergestellt. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wo mein Platz im Leben ist. Jetzt habe ich, wie früher, meine eigene Beratungspraxis. Die Menschen sind mir wichtig, wer meine Hilfe möchte der bekommt sie auch. Jetzt weiß ich, der persönliche Kontakt hat für mich den gleichen Stellenwert wie Höflichkeit, Respekt und ein liebevoller Umgang. In meiner Praxis arbeite ich anders, weil ich Termine vergebe.

Meinen herzlichen Dank an die Redaktion und firmamento für die Anteilnahme. Ich wünsche allen Beratern Kraft und viel Erfolg - ich bin mir sicher Qualität setzt sich durch".

Redaktion: "Liebe Amaryll, firmamento wünscht Dir alles Gute für Deinen beruflichen Neuanfang."

Anmerkung der Redaktion: “Kartenlegen ist anstrengende, geistige Arbeit. Die Berater von firmamento sind sensible menschliche Wesen und freuen sich über Ihre Wertschätzung.


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