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Schamanismus – altes Kulturerbe der Menschheit

Schamanische Traumfänger werden speziell nach den Bedürfnissen eines Menschen angefertigt, weil sie als Stimme der Seele gelten. Während des Träumens weist der Traumfänger die Richtung. Er zeigt sich als hilfreicher Begleiter bei der Reise zum eigenen Dasein. Durch den Traumfänger kann sich das spirituelle  Bewusstsein öffnen. Botschaften der Seele werden freigegeben und die Träume werden intensiver. Nach schamanischem Verständnis hat alles seinen Platz. Die Physische, ebenso wie die nichtphysische Welt. Für den Schamanen wirken Gesetze der Erde und die kosmischen Gesetze in harmonischem Zusammenspiel.

Durch Fasten und Schwitzen bereitet sich der Schamane auf Bevor der Schamane seine Rituale vor. Damit die "Geister" ihm helfen, seine magische Arbeit zu verbessern, vollzieht er die Schwitzhüttenzeremonie. Die Iglu förmige Schwitzhütte hat er aus Zweigen und Fellen selbst gebaut. Auf den Boden der Hütte werden Steine gelegt, die zuvor im Feuer zum Glühen gebracht wurden. Während der Zeremonie, die in völliger Dunkelheit stattfindet, werden die Steine mit Wasser besprengt, sodass sich der Dampf in der Hütte ausbreiten kann. Eingehüllt in seinen Mantel begleitet durch seinen Gesang  und dem Klang seiner Trommeln nehmen die Vorbereitungen ihren Lauf.

Der Übergang in andere Sein- Zustände wird sehr oft durch Rituale an offenem Feuer begleitet. Während seiner Arbeit nutzt der Schamane eine ganze Reihe von Gegenständen, die er sammelt oder zum Teil selbst herstellt. Das können Utensilien sein wie z. B. Federn, Knochen, Steine, Räuchergefäße und Messer. Auch Kerzen, Wurzeln, Schmuck, Tierschädel, Musikinstrumente und Klangschalen gehören dazu.

Das Wort Schamanismus bedeutet so viel wie: mit Hitze und Feuer arbeiten. Der Schamane im klassischen Sinne ist eine Mischung aus Philosoph, Psychologe, Heiler und spirituellem Vermittler zwischen den Welten. Kurz gesagt, es geht um Glaubensvorstellungen in Verbindung mit den spirituellen Praktiken des Schamanen. Anhand von Darstellungen an Felswänden in alten Höhlen konnten Archäologen nachweisen, dass der Schamanismus weit über 10.000 Jahre alt ist. Auch Ethnologen und Religionswissenschaftler erforschen diese Naturreligionen schon lange.

Die Fähigkeiten der “Medizinmänner“ geben den Wissenschaftlern nach wie vor Rätsel auf. Vor allem weil sie in der Lage sind, durch veränderte Bewusstseinszustände wie z. B. Trance oder Ekstase in Bereiche vorzudringen, die normal Sterblichen unzugänglich sind. Früher kannte man den Begriff Medizinmann bestenfalls aus Western. Doch den Schamanismus gibt es in vielen Teilen der Erde. Nicht nur, wie manche glauben in Nordamerika, bei  Indianern und Eskimos. Das Schamanentum ist u. a. in Asien, Afrika, am Himalaja und Hindukusch sowie Australien sehr verbreitet.

Der Schamane schöpft aus dem Erfahrungsschatz vieler Generationen. Er hat über einen langen Zeitraum gelernt, die Heilkräfte der Natur und des Kosmos wahrzunehmen und sie anzuwenden. Bei einer Heilung arbeitet der Schamane, immer mit den Kräften der Spirits. Bei den Spirits handelt es sich um die nicht sichtbare Intelligenz der Schöpfung. Das bedeutet, alles ist miteinander verbunden: Menschen, Universum, Flora, Fauna und Mineralien. Schamanen respektieren die kosmischen Welten. Sie haben das Wissen um den Geist, der allem innewohnt. Ein Schamane sieht es als seine Aufgabe die Spirits mit der körperlichen, psychischen und mentalen Welt in Harmonie und Balance zu halten. Das gelingt ihm, weil er weiß, was sich gegenseitig unterstützt und wo es Wechselwirkungen gibt.  Das Ziel des schamanischen Heilers liegt also darin, spirituelle Voraussetzungen zur Gesundung des Menschen zu schaffen. Bei einer Heilungszeremonie spielt die Anwendung von Kräutern etc. eine untergeordnete Rolle. Den Schamanen könnte man auch als Geistheiler bezeichnen, als Vermittler zwischen den Welten.

Wer einen Schamanen aufsucht, tut dies häufig wegen gesundheitlicher Beschwerden oder um schwierige Lebenssituationen zu klären. Während der gemeinsamen spirituellen Reise mit dem Heiler wird der Heilungsprozess eingeleitet. Eine schamanische Heilsitzung beginnt immer mit rituellen Handlungen, die der Reinigung dienen. Im Zustand völliger Entspannung  wird der Schamane Blockaden lösen und die Lebenskraft wieder in Fluss bringen. Blockaden können z. B. durch traumatische Erlebnisse und Verluste dazu führen, dass sich Teile der Seele abspalten. Durch individuell abgestimmte Zeremonien gelingt dem Schamanen die Rückholung dieser Seelenanteile. Für seine Heilarbeit nutzt er die unterschiedlichsten Schwingungen. Der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser  das bekanntlich sehr gut auf Vibrationen reagiert. Der Schamane weiß um die Heilkraft von Schwingungen für Körper, Geist und Seele. Deshalb sind die Gesänge, die Sie von ihrem Meister/in gelernt haben und spezielle Klänge, die ihnen von den Spirits geschickt werden so wichtig.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das schamanische Reisen. Bei diesen Reisen handelt es sich um Astral- und Visionsreisen. Dafür gibt es verschiedene  Beweggründe. Z. B. gehen einige Menschen auf die Reise, weil sie andere Welten kennen lernen und tief gehende Selbsterfahrungen machen möchten. Andere suchen Heilung oder die Lösung für ein Problem. Die erste Reise dient meistens der Begegnung mit dem Krafttier. Jeder Mensch besitzt zumindest ein Krafttier, manche begegnen sogar mehreren Kraft- oder Helfertieren. Dabei sucht nicht der Mensch sein Krafttier aus, sondern das Krafttier trifft die Wahl. Es kommt nicht auf die Größe des Krafttieres an. Kleine Krafttiere wie z. B. Maus oder Spinne sind genauso wert- bzw. kraftvoll wie Wolf oder Bär. Die Tiere führen einem Menschen genau die Kraft zu die ihm fehlt. Sie helfen uns beim Lernen und bei unserer spirituellen Weiterentwicklung.

Es gibt kein größeres Abenteuer als die Reise zum Kern unseres Wesens.